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James Jepson Binns
Dies änderte sich
jedoch im 19. Jahrhundert. Mit dem Aufkommen der Oper und des
romantischen Gedankens erblühte die Orgelkultur erneut. Der Klang
dieser Instrumente orientierte sich nicht mehr an den barocken
Vorbildern der Vorfahren, sondern am üppigen, gefühlsbetonten
orchestralen Klang der Oper.
In dieser Zeit war es James Jepson Binns, der für die
anglikanische Kirche im Londoner Stadtteil Putney eine Orgel
errichtete. Es war das 413. Werk dieser großen Firma, die zeitweise
an die 100 Leute beschäftigte und deren Firmengebäude sich durchaus
mit den fabrikähnlichen Werkstätten der renommierten europäischen
Orgelbauer wie Walcker, Sauer etc. messen konnten.
Mit drei Manualen und
30 Registern wurde op. 413 ein Musterbeispiel der klanggewaltigen
englisch-romantischen Orgel mit dem für Binns typischen System der
vollpneumatischen Schleiflade. Die aufwändige Steuerung innerhalb der
Windladen mittels mehrerer kleiner und großer Keilbälgchen erlaubte
ein erstaunlich präzises Spiel.
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